PRINCE2 Foundation Prinzip „Anpassen an das Projekt“ Prüfungsfragen und Praxisnahe Beispiele mit Musterlösungen

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Erik6 Min. Lesezeit

Wenn du dich mit dem PRINCE2 Grundprinzip „Anpassen an das Projekt“ beschäftigst, bist du hier genau richtig. In diesem Beitrag findest du typische Prüfungsfragen zur PRINCE2 Foundation Prüfung zu genau diesem Thema. So kannst du direkt testen, wie sicher du die wichtigsten Fragen zu dem Prinzip in der Prüfung einordnest.

Was ist für das Thema "Anpassen an das Projekt" in der PRINCE2 Foundation Prüfung relevant?

Die PRINCE2 Foundation Prüfung fragt im Bereich „Anpassen an das Projekt“ typischerweise danach, wie die Methode flexibel an den jeweiligen Projektkontext angepasst wird und warum es kein einheitliches Vorgehen für alle Projekte gibt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundprinzipien als Orientierung, die Unterschiede zwischen Projektarbeit und Business as Usual, die Einzigartigkeit und zeitliche Begrenzung von Projekten sowie ihr höheres Risiko im Vergleich zum laufenden Betrieb.

Häufig geht es auch um passende Lieferansätze wie den iterativ-inkrementellen Ansatz, um die Anwendung von PRINCE2 in verschiedenen Umgebungen und darum, dass Begriffe, Rollen, Prozesse und Qualitätsaktivitäten je nach Branche, Produkt und Liefermethode sinnvoll zugeschnitten werden müssen.

Besonders wichtig ist dabei das Verständnis, dass Anpassung nicht bedeutet, Qualität oder Steuerung zu vereinfachen, sondern PRINCE2 so zu nutzen, dass die Vorgehensweise zum Projekt passt und die richtigen Aktivitäten in angemessenem Umfang durchgeführt werden.

Typische Prüfungsfrage zum Grundprinzip "Anpassen an das Projekt"

Was ist ein Merkmal eines Projekts, das sich vom Business as Usual (BAU) unterscheidet?

Projekte laufen weiter, nachdem das Business as Usual (BAU) wieder aufgenommen wurde
Projekte umfassen den laufenden Geschäftsbetrieb
Jedes Projekt unterscheidet sich von früheren Projekten
Projektarbeit ist in der Regel weniger riskant als das Business as Usual (BAU)

Richtige Antwort

✅ C) Jedes Projekt unterscheidet sich von früheren Projekten

Erklärung

Manchmal entscheidet bei einer solchen Frage ein unscheinbares Detail darüber, ob man den Kern trifft oder an der Oberfläche hängen bleibt.

Sobald man die Antwortmöglichkeiten aufmerksam vergleicht, wird deutlich, dass ein Projekt nicht dadurch beschrieben wird, dass es nach der Rückkehr zum normalen Alltag weiterläuft oder sogar den laufenden Betrieb selbst umfasst. Genau das gehört nicht zu seinem Wesen, sondern spricht für etwas Beständiges und fortlaufendes.

Auch die Idee, dass eine solche Arbeit gewöhnlich weniger heikel sei als der übrige Alltag, führt in die Irre, weil gerade die besonderen Umstände, die neue Konstellation und die fehlende Routine zusätzliche Unsicherheit mit sich bringen.

Der saubere Gedankengang führt deshalb dahin, auf die Einzigartigkeit zu achten, denn selbst wenn sich Abläufe ähneln, ist die Kombination aus Menschen, Auftrag, Ergebnis, Ort und Zeit immer wieder anders, und genau darin liegt das charakteristische Merkmal.

Jedes Projekt unterscheidet sich von früheren, weil jedes Mal andere Beteiligte, andere Bedingungen und ein anderer zeitlicher Rahmen zusammenkommen.

2. beispielhafte Prüfungsfrage

Welche Aussage beschreibt, wie die Grundprinzipien ein effektives Projektmanagement unterstützen?

Sie berücksichtigen die branchenspezifischen Modelle, da PRINCE2 Projektmanagement generisch ist
Sie stützen sich auf ein gemeinsames Vokabular, das wie in PRINCE2 Projektmanagement definiert angewendet werden sollte
Sie sollten bei allen Projekten innerhalb einer Organisation auf die gleiche Weise angewendet werden
Sie geben dem Projektteam die Möglichkeit zu entscheiden, wie die Methode auf das Projekt angewendet werden soll

Richtige Antwort

✅ D) Sie geben dem Projektteam die Möglichkeit zu entscheiden, wie die Methode auf das Projekt angewendet werden soll

Erklärung

Der Kern dieser Frage liegt darin, ob ein fester Rahmen vorgegeben wird oder ob Raum für kluge Anpassung bleibt.

Hier trennt sich die passende Antwort von den Ablenkern, denn ein gemeinsames Vokabular mag die Zusammenarbeit erleichtern und branchenspezifische Muster mögen im Hintergrund nützlich sein, aber beides beantwortet nicht die eigentliche Frage nach der Freiheit, die Vorgehensweise passend zum jeweiligen Vorhaben auszurichten.

Auch die Vorstellung, alles in jeder Organisation gleich zu behandeln, klingt zwar ordentlich, widerspricht jedoch dem Gedanken, dass unterschiedliche Vorhaben unterschiedliche Ausprägungen brauchen.

Die richtige Antwort ist „Sie dem Projektteam die Möglichkeit geben, zu entscheiden, wie die Methode auf das Projekt angewendet werden soll“, weil gerade diese Offenheit die wirksame Anpassung an den konkreten Rahmen ermöglicht.

Eine der schwierigeren Fragen zum iterativ-inkrementellen Ansatz

Was beschreibt einen iterativ-inkrementellen Ansatz?

Er beschreibt einen Lieferansatz, bei dem Anforderungsanalyse, Design, Entwicklung und Tests iterativ während des gesamten Projektlebenszyklus stattfinden.
Er beschreibt einen Lieferansatz, bei dem die einzelnen Arbeitsschritte nacheinander ausgeführt werden und das Produkt erst während oder am Ende des Projekts bereitgestellt wird.
Er beschreibt einen Steuerungsansatz, bei dem das Projekt in Managementphasen unterteilt wird, die jeweils einzeln geplant und freigegeben werden.
Er beschreibt einen Ansatz, bei dem das Business schrittweise vom aktuellen Zustand in den Zielzustand überführt wird, um die Veränderung zu verankern.

Richtige Antwort

✅ A) Er beschreibt einen Lieferansatz, bei dem Anforderungsanalyse, Design, Entwicklung und Tests iterativ während des gesamten Projektlebenszyklus stattfinden.

Erklärung

Im Prozess „Anpassen an das Projekt“ geht es immer wieder darum, wie PRINCE2 an unterschiedliche Lieferarten und Arbeitsweisen angepasst werden kann, und genau hier setzt die Frage nach einem iterativ inkrementellen Ansatz an.

Gemeint ist nicht ein klassischer Ablauf, bei dem erst vollständig analysiert, dann entworfen, danach entwickelt und am Ende getestet wird, sondern ein Vorgehen, bei dem diese Tätigkeiten mehrfach und in kleinen Schritten über den gesamten Projektverlauf hinweg ineinandergreifen.

Dadurch entsteht ein Lieferansatz, der gut zu agilen Vorgehensweisen passt und sich deutlich von einem linear sequenziellen Modell unterscheidet, bei dem die Arbeit strikt nacheinander erfolgt und das Ergebnis erst spät sichtbar wird.

Ebenfalls abzugrenzen ist dieser Begriff von der Steuerung über Managementphasen, denn dort steht die projektbezogene Führung im Vordergrund und nicht die Art, wie das Produkt schrittweise entsteht.

Auch Change Management passt hier nicht, weil es um die Verankerung von Veränderungen im Business geht und nicht um die iterative Lieferung des Produkts.

Damit ist die richtige Antwort diejenige, nach der Anforderungsanalyse, Design, Entwicklung und Tests iterativ während des gesamten Projektlebenszyklus stattfinden, weil genau das einen iterativ inkrementellen Lieferansatz im Thema Anpassen an das Projekt beschreibt.

Weitere PRINCE2 Foundation Prüfungsfragen üben

Die hier gezeigten Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem Fragenkatalog.

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Wie schwer sind Examen-Fragen zu Anpassen an das Projekt?

Die Auswertung zum Thema Anpassen an das Projekt zeigt ein insgesamt anspruchsvolles Bild. Eine durchschnittliche Korrektheitsrate von 69,4 % spricht dafür, dass die grundlegenden Inhalte zwar überwiegend verstanden werden, das sichere Anwenden des Wissens aber noch nicht durchgängig gelingt. Im Vergleich zu anderen Themen liegt dieser Wert eher im soliden Mittelfeld als im besonders leichten Bereich und weist damit auf merkliche Unsicherheiten hin. Dass 57,1 % der Nutzenden mindestens einen Fehler machen, ist besonders aussagekräftig, weil damit eine Mehrheit bei der Bearbeitung ins Stolpern gerät und nicht nur vereinzelte Fehlleistungen auftreten.

Achte auf diese typischen Fehler

Eine zentrale Fehlerquelle besteht darin, dass unterschiedliche Konzepte auf derselben Ebene verortet werden, obwohl sie in PRINCE2 verschiedene Zwecke haben. Eine häufige Verwechslung ist, einen iterativ-inkrementellen Lieferansatz mit der Steuerung über Managementphasen gleichzusetzen. Zum Beispiel wird oft beschrieben, das Projekt werde in Phasen geplant und freigegeben, obwohl damit nicht der Lieferansatz, sondern die Governance und Kontrolle des Projekts gemeint ist. Dadurch werden Lieferlogik, Managementlogik und Veränderungslogik miteinander vermischt.

Ein zweites typisches Missverständnis ist, dass der iterativ-inkrementelle Ansatz mit einem rein linearen Ablauf verwechselt oder auf eine reine Endlieferung reduziert wird. Zum Beispiel wird oft angenommen, Arbeitsschritte liefen einfach nacheinander ab und das Ergebnis komme erst am Ende, obwohl gerade das wiederholte Durchlaufen von Analyse, Design, Entwicklung und Test den Kern bildet.

Ein drittes Problem ist die Übertragung von Begriffen aus dem Change-Management auf den Projektlieferansatz. Insgesamt treten die Missverständnisse vor allem dort auf, wo zwischen Vorgehensmodell, Projektsteuerung und organisatorischer Veränderung nicht klar unterschieden wird und Begriffe deshalb zu grob oder fachlich falsch zugeordnet werden.

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