PRINCE2 Foundation Prozess „Vorbereiten eines Projekts“ Prüfungsfragen mit Lösungen

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Erik7 Min. Lesezeit

Beim Thema „Vorbereiten eines Projekts“ kannst Du Dich auf typische Prozess-Fragen freuen, die wir in diesem Beitrag aufgreifen. So bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, wie Vorbereiten eines Projekts in der Prüfung abgefragt wird und worauf Du besonders achten kannst.

Was ist in der Prüfung bezüglich des Prozesses "Vorbereiten eines Projekts" wichtig?

Die PRINCE2 Foundation Prüfung fragt im Bereich „Vorbereiten eines Projekts“ typischerweise nach Zweck und Zielen dieses frühen Prozesses und prüft dabei vor allem, ob verstanden wird, dass hier noch keine vollständige Detailplanung erfolgt, sondern zunächst mit möglichst geringem Aufwand geklärt wird, ob ein Projekt überhaupt tragfähig und lohnenswert ist.

Wiederkehrend geht es darum, eine geschäftliche Rechtfertigung und die nötigen Befugnisse für die Initiierung sicherzustellen, den Projektumfang grob zu definieren, alternative Lösungswege zu bewerten und einen passenden Projektansatz zu vereinbaren.

Häufig werden diese Inhalte bewusst von benachbarten Prozessen abgegrenzt, etwa von Initiieren eines Projekts, Lenken eines Projekts, Managen eines Phasenübergangs oder Abschließen eines Projekts, damit deutlich wird, dass Vorbereiten eines Projekts vor allem als Filter dient, um ungeeignete Vorhaben früh auszusortieren und nur sinnvolle Projekte zur Initiierung weiterzugeben.

Typische Prozess-Frage zu "Vorbereiten eines Projekts"

Was ist ein Zweck des Prozesses „Vorbereiten eines Projekts“?

Bewerten, ob ein Projekt wertvoll für die Organisation sein kann
Den Arbeitsaufwand analysieren, bevor die Umsetzung der Projektleitdokumentation beauftragt wird
Den Benutzern die Möglichkeit geben zu bestätigen, dass sie das Projektprodukt abnehmen
Delegieren des Projektmanagements auf kontrollierte Art

Richtige Antwort

✅ A) Bewerten, ob ein Projekt wertvoll für die Organisation sein kann

Erklärung

Manchmal liegt die Schwierigkeit darin, dass mehrere Antwortmöglichkeiten vertraut klingen und dennoch in unterschiedliche Momente des Ablaufs gehören. Genau das macht die Frage nach dem Zweck eines Prozesses so interessant.

Hier geht es ganz am Anfang darum, mit ruhigem Blick zu prüfen, ob sich das Vorhaben überhaupt lohnt und ob es für die Organisation einen erkennbaren Nutzen haben kann. Wer vorschnell an die Ausarbeitung von Unterlagen denkt, landet leicht bei einer Antwort, die zwar nach sorgfältiger Planung klingt, aber bereits einen späteren Abschnitt beschreibt, in dem die Grundlage für das weitere Vorgehen gelegt wird.

Ebenso wirkt der Gedanke an eine spätere Abnahme zunächst plausibel, gehört jedoch klar ans Ende, wenn die Arbeit bereits abgeschlossen wird.

Auch die Idee, das Management geordnet zu delegieren, klingt stimmig, beschreibt jedoch eine andere Ebene der Steuerung und nicht den ersten Prüfstein vor dem eigentlichen Start. Der entscheidende Blickwinkel ist also nicht, etwas sofort auszuführen, sondern erst einmal vernünftig zu bewerten, ob das Ganze einen Platz in der Organisation verdient und ob es sich weiterverfolgen lässt.

Damit ist Bewerten, ob ein Projekt wertvoll für die Organisation sein kann die passende Antwort, weil dieser frühe Schritt genau klärt, ob sich das Vorhaben überhaupt lohnt und die Grundlage für das spätere Starten schafft.

2. Prüfungsfrage zum Prozess "Vorbereiten eines Projekts"

Was sind zwei Ziele des Prozesses Vorbereiten eines Projekts?

Sicherzustellen, dass das Projekt vollständig definiert und detailliert geplant ist, und dass der Projektmanager die Befugnis hat, alle Managementphasen freizugeben
Sicherzustellen, dass die Projektprodukte detailliert beschrieben sind, und dass die Teammanager Arbeitspakete für die erste Lieferphase erhalten haben
Sicherzustellen, dass eine geschäftliche Rechtfertigung für die Initiierung des Projekts vorliegt, und dass alle notwendigen Befugnisse für die Initiierung des Projekts vorhanden sind
Sicherzustellen, dass der Lenkungsausschuss die Lieferung der Projektprodukte autorisiert hat, und dass die Teams Arbeitspakete für die erste Phase erhalten haben

Richtige Antwort

✅ C) Sicherzustellen, dass eine geschäftliche Rechtfertigung für die Initiierung des Projekts vorliegt, und dass alle notwendigen Befugnisse für die Initiierung des Projekts vorhanden sind

Erklärung

Hier geht es darum, was zwei Ziele des Prozesses Vorbereiten eines Projekts sind. Es wird noch nichts bis ins Detail festgezurrt, keine vollständige Ausarbeitung erwartet und auch keine spätere Übergabe an Teams vorbereitet, sondern zuerst geprüft, ob es überhaupt einen tragfähigen Grund für den Start gibt und ob die nötigen Befugnisse vorhanden sind, damit dieser Start sauber erfolgen kann.

Die anderen Möglichkeiten klingen zwar vertraut, greifen aber zu weit vor, weil sie bereits an spätere Entscheidungen, an detaillierte Ausarbeitungen oder an die Verteilung konkreter Arbeit erinnern, die an dieser Stelle noch nicht im Mittelpunkt stehen.

Die passende Antwort lautet sicherzustellen, dass eine geschäftliche Rechtfertigung für die Initiierung des Projekts vorliegt und dass alle notwendigen Befugnisse für die Initiierung des Projekts vorhanden sind.

Eine der weitere typische Frage zum Prozess "Vorbereiten eines Projekts"

Welcher Prozess soll verhindern, dass eine Organisation eine solide Grundlage für ein ungeeignetes Projekt schafft?

Vorbereiten eines Projekts
Abschließen eines Projekts
Initiieren eines Projekts
Managen eines Phasenübergangs

Richtige Antwort

✅ A) Vorbereiten eines Projekts

Erklärung

Im PRINCE2 Prozess „Vorbereiten eines Projekts“ geht es um den ersten prüfenden Blick auf eine Idee, bevor daraus überhaupt ein vollwertiges Projekt wird, und genau deshalb wird diese Frage in Prüfungen besonders häufig falsch beantwortet. Hier soll noch keine aufwendige Detailarbeit entstehen, sondern mit möglichst wenig Aufwand geklärt werden, ob sich die weitere Beschäftigung mit dem Vorhaben überhaupt lohnt.

Wer die Begriffe nur oberflächlich liest, rutscht leicht zu Initiieren eines Projekts, weil dort tatsächlich eine solide Grundlage aufgebaut wird, doch dieser Prozess setzt bereits voraus, dass die Entscheidung für das Projekt im Grundsatz vorliegt und deutlich mehr Vorbereitung stattfindet. Abschließen eines Projekts passt ebenfalls nicht, weil es um das geordnete Beenden und die formale Bestätigung der Abnahme geht, während Managen eines Phasenübergangs die nächste Phase absichert und nicht die erste Entscheidung über die Machbarkeit eines Vorhabens.

Gerade im Thema Vorbereiten eines Projekts zeigt sich damit der Unterschied zwischen einer knappen Vorprüfung und einer belastbaren Projektbegründung, und die richtige Antwort ist Vorbereiten eines Projekts, weil dieser Prozess mit geringstem Aufwand verhindern soll, dass eine Organisation bereits solide Grundlagen für ein ungeeignetes Projekt schafft, bevor die eigentliche Initiierung überhaupt beginnt.

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Wie ist der Bereich "Vorbereiten eines Projekts" in der Prüfung?

Die durchschnittliche Korrektheitsrate von 81,3 % zeigt, dass die meisten Lernenden die Inhalte zu diesem Thema grundsätzlich gut erfassen und einen großen Teil der Aufgaben sicher lösen. Im Vergleich zu den übrigen Themen liegt dieser Wert im oberen Bereich, was auf eine insgesamt solide Beherrschung des Stoffes hindeutet. Gleichzeitig zeigt der Anteil von 40 % der Nutzenden, die mindestens eine falsche Antwort geben, dass es dennoch einzelne Unsicherheiten und typische Stolperstellen gibt.

Diese Kombination aus hoher Trefferquote und einem merklichen Anteil fehleranfälliger Teilnehmender spricht dafür, dass das Thema zwar insgesamt verständlich ist, bei bestimmten Detailaspekten aber Aufmerksamkeit erfordert. Insgesamt ist das Thema daher als eher gut beherrschbar mit einzelnen anspruchsvolleren Punkten einzustufen.

Diese Fehler können sich einschleichen

Eine zentrale Fehlerquelle ist die Verwechslung benachbarter Prozesse und ihrer Rolle im Projektverlauf. Zum Beispiel wird oft „Vorbereiten eines Projekts“ mit „Initiieren eines Projekts“ gleichgesetzt, obwohl der erste Schritt nur prüfen soll, ob ein Projekt überhaupt sinnvoll und machbar ist. Ebenso wird „Vorbereiten“ leicht mit „Abschließen eines Projekts“ oder „Managen eines Phasenübergangs“ verwechselt, wenn der Blick eher auf einen formalen Projektzeitpunkt als auf den eigentlichen Entscheidungszweck gerichtet ist. Daraus zeigt sich, dass häufig nicht der Ablauf als Ganzes verstanden wird, sondern nur einzelne Stationen im Prozessmodell.

Eine zweite typische Missverständnisquelle ist, dass Zweck, Aktivität und Ergebnis eines Prozesses miteinander vermischt werden. Eine häufige Verwechslung ist, dass man bei „Vorbereiten eines Projekts“ an das Analysieren des Arbeitsaufwands denkt, obwohl es eigentlich um eine Vorentscheidung über den Wert des Projekts geht. Zum Beispiel wird oft auch die Rolle des Lenkungsausschusses oder des Projektmanagers mit dem Prozesszweck vermengt, sodass eher Zuständigkeiten als konzeptionelle Ziele genannt werden.

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